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News
WJL-Sprecher Tim Stabenau (l.) übergibt dem Referenten und ebenfalls WJL-Mitglied Norman Koerschulte die begehrte WJL-Skulptur zum Forum als kleines Dankeschön.
Forum Fabrik der Zukunft mit Norman Koerschulte von Morpheus Logistik GmbH
Norman Koerschulte, Gründer und Geschäftsführer der Morpheus Logistik GmbH, referierte im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Forum Fabrik der Zukunft“ am Dienstagabend im Foyer der Museen der Stadt Lüdenscheid vor den Mitgliedern der Wirtschaftsjunioren und des Wirtschaftskreises Lüdenscheid.
Hinter dem etwas sperrigen Titel seines Impulsvortrages „Unternehmerische Verantwortung neu gedacht – wenn Infrastruktur zur Gemeinschaftsaufgabe wird“ steht ein auf Drohnen-Transporte spezialisiertes Startup, das maßgeschneiderte Logistiklösungen anbietet und seit 2019 aktiv ist. In den vergangenen Jahren hat das junge Unternehmen, das zunächst in Lüdenscheid gegründet wurde, jetzt aber in Dortmund ansässig ist, für Schlagzeilen gesorgt. Über Morpheus wurde in Zeitungen, Zeitschriften und in Funk und Fernsehen berichtet. Rückenwind erhielt der Betrieb im November 2024 durch prominenten Besuch in Person von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. So überraschte auch am Dienstag das große Interesse am Vortrag des Unternehmensgründers nicht.
Norman Koerschulte stellte die Drohnen-Transporte („Wir haben die größte zivile Flotte Deutschlands“) als eine Alternative für überlastete Straßen- und Lieferwege vor. In seiner Präsentation sparte er nicht mit Superlativen, lobte das einzigartige Konzept, den Einsatz innovativer Drohnentechnologie und erklärte, Morpheus Logistik sei eines der ersten Unternehmen, welches über eine SAIL III Genehmigung für Drohnen Logistik-Transporte innerhalb der EU verfüge. Aktuell kommen 13 Drohnen zum Einsatz. Am Ende des Jahres sollen es 50 sein und Ende 2027 hoffe er, so Koerschulte, 100 in der Luft zu haben.
Im Blick nach vorne möchte der Unternehmer den Warentransport durch die Luft bundesweit ausbauen. Um ein logistisches und organisatorisches Netzwerkmodel (Hub & Spoke) für ganz Deutschland formen zu können, forderte er Unterstützung von allen Seiten, auch unternehmerischen Mut, das Projekt mit tragen zu wollen. Wenn das gelänge, wäre es „eine kleine Wirtschaftsrevolution für Deutschland“. Die Gestaltung der Infrastruktur müsse als Gemeinschaftsaufgabe verstanden werden. Deshalb erwartete er auch politische Unterstützung. Die Drohnentechnologie entwickele sich beständig weiter. Schon jetzt könnten 450-Kilo-Paletten geflogen werden. „Technologisch sind wir so weit, Hardware, Software und Operation stehen bereit.“ Aber noch seien die politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen unzureichend. Wichtig sei es auch, die Bevölkerung mitzunehmen. Ohne die Akzeptanz der Bundesbürger könne das Vorhaben nicht gelingen. Sicherheitsbedenken, wie sie im Herbst letzten Jahres in Iserlohn laut wurden, hält der Unternehmer für unbegründet. Eine Gefahr durch den Absturz einer Transportdrohne sähe er nicht. Sicherheit habe oberste Priorität. Im schlimmsten Fall könne jede Drohne gestoppt werden. Alle seien mit einem Fallschirm ausgestattet. Um den Sorgen der Bürger beim Überflug einer Drohne zu begegnen, könne eine App hilfreich sein, die aufzeige, welche Drohne dort gerade zu welchem Zweck fliegt.
Norman Koerschulte stellte sich den Fragen seiner Zuhörer nicht erst am Ende seines Vortrags. Schon währenddessen bot er ihnen die Möglichkeit, ihre Einschätzungen mittels einer Online-Umfrage übers Handy mitzuteilen. Die Abstimmungsergebnisse wurden direkt auf der Leinwand dargestellt. Die größten Potenziale in der Drohnenlogistik sahen auch die Anwesenden in der Gesundheitsversorgung (Healthcare), der Bereich, in dem die Morpheus Logistik GmbH schon jetzt erfolgreich tätig ist. Auch die Bewertungen im Bereich der Infrastruktur offenbarten keine Überraschungen. Als größtes Problem betrachteten die Unternehmerinnen und Unternehmer die steigenden Kosten, gefolgt von Fachkräftemangel und Lieferkettenstörungen.
Zum Schluss gab es lautstarken Beifall für den Referenten und aus den Händen des Sprechers der Wirtschaftsjunioren, Tim Stabenau, eine Skulptur in Form eines Staffelstabes, als Symbol für die im Wettbewerb stehenden Unternehmen, in denen Verantwortung und Wissen von einer Generation zur nächsten weitergegeben wird.















